Ich habe alles versucht, um meine Schwester zu retten. Am Ende musste ich lernen, dass es nicht meine Entscheidung war.
Was dich hier erwartet: Wie eine Krebsdiagnose meine Familie über Monate begleitete – und was mir am Ende ein Schamane erklärt hat, das mein Verständnis von Heilung für immer verändert hat.
Der Besuch, der alles veränderte
Meine Schwester ist neun Jahre älter als ich. Wir hatten immer ein enges Verhältnis, auch wenn sie irgendwann weiter weg gewohnt hat, in Norddeutschland, und wir uns seltener gesehen haben. Als sie dann ein Jahr lang nicht zu unserem festen Treffen kam, fand ich das komisch – aber ich wollte ihr die Zeit für sich zugestehen, die sie sich gewünscht hatte.
Dann rief sie an und fragte, ob ich sie besuchen könnte. Alleine. Schon auf der Fahrt zu ihr hatte ich ein komisches Gefühl. Als ich ankam, lag sie auf dem Sofa. Total dünn, sichtbar krank. Und trotzdem hat sie mich angelächelt, wie immer.
In den Wochen danach wurde langsam klar, was wirklich los war: Gebärmutterhalskrebs, in einem extrem fortgeschrittenen Stadium.
Der Kampfmodus
Meine erste Reaktion war: kämpfen. Ich bin Expertin für energetische Selbstheilung, ich nutze seit 2016 die Methode Innerwise – also war für mich klar: Wir müssen sofort loslegen, wir müssen sie heilen. Wir haben Schamanen eingeladen, andere Heiler gebucht, sie war in einer Klinik, die auf alternative Krebsheilung spezialisiert ist. Wir haben wirklich alles versucht.
Gleichzeitig war ich in dieser Zeit auf dem Hof von Uwe Albrecht, meinem Mentor, zu einer Fortbildung. Und genau dort ist mir etwas Wichtiges bewusst geworden.
Was ich wirklich wünschte
Bei der Fortbildung ging es um radikales Wünschen. Ich sollte formulieren, was ich mir wirklich wünsche. Ich sagte: Dass meine Schwester wieder gesund wird. Doch als ich genauer reinspürte, merkte ich: Das war eigentlich der Wunsch, meinen eigenen Schmerz nicht zu haben. Ich wollte sie nicht verlieren, weil ich so gerne Zeit mit ihr verbringe. Ich, ich, ich – und dabei hatte ich gar nicht gefragt, was meine Schwester selbst wollte.
Als ich das erkannt hatte, konnte ich aufhören zu kämpfen. Meine Essenz des Wunsches wurde:
Momente des Glücks mit meiner Schwester.
Ab da bin ich jede Woche zu ihr gefahren, 5 Stunden hin – 5 Stunden dort – 5 Stunden nach hause. Erst ins Krankenhaus, später ins Hospiz. Wir haben gealbert, gelacht, geweint – so viel mehr, als ich es mir hätte vorstellen können, wenn ich weiter im Widerstand geblieben wäre.
Was mir ein Schamane erklärte
Auf der Beerdigung hat mir der Schamane, der uns begleitet hatte, etwas erklärt, das seitdem alles für mich verändert hat: Es gibt Krankheiten, die von außen kommen – Fremdeinwirkung, wie ich es bei energetischen Methoden nennen würde. Die kann man auflösen und heilen.
Und es gibt Krankheiten, die ein Mensch sich für seinen eigenen Lebensweg gewählt hat. Die darf niemand wegnehmen. Stell dir vor, dein Kind lernt laufen: Du kannst ihm das Hinfallen nicht abnehmen, so sehr du es auch willst – sonst lernt es nie, wirklich zu laufen. Meine Schwester hatte sich diese Erfahrung aus irgendeinem Grund gewählt. Die durfte ihr niemand nehmen. Auch ich, mit all meinem Wissen nicht.
Was du mitnehmen kannst
Ich sage nach wie vor: Unheilbar gibt es nicht. Und gleichzeitig ist nicht jeder Mensch heilbar, nicht jede Situation darfst du auflösen. Manchmal ist die einzige Heilung, jemanden gehen zu lassen. Es gibt nichts Schlimmeres für einen Sterbenden, als wenn du ihn festhältst, ihm einen Altar baust, ihn einzementierst mit deinem eigenen Bedürfnis, dass er bleibt.
Eine Frage zum Mitnehmen: Gibt es gerade einen Menschen in deinem Leben, den du eigentlich loslassen müsstest – aber aus Angst vor deinem eigenen Schmerz festhältst?
Falls du selbst lernen willst, deinen eigenen Lebensweg besser zu erspüren: Im Heilungskompass zeige ich dir die ersten einfachen Werkzeuge dafür – kostenlos, ganz ohne Vorwissen.
Hör dir die ganze Folge in meinem Podcast an.
Die Inhalte dieses Blogs dienen der persönlichen Inspiration und Bildung und ersetzen keine medizinische, heilkundliche oder psychologische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder eine andere qualifizierte Fachperson.

