„Bin ich immer noch.“
Das war Mariekes Antwort, als ich sie fragte, ob sie am Anfang skeptisch war. Nicht war ich. Bin ich. Gegenwart.
Und trotzdem sitzt mir eine Frau gegenüber, die energetische Methoden längst nicht mehr nur privat nutzt, sondern mitten in ihrem Berufsalltag mit Kindern – in der Ergotherapie, in Elterngesprächen, sogar bei einem kranken Huhn.
Was dich hier erwartet: Wie zwei Dinge, die sich eigentlich ausschließen sollten – tiefe Skepsis und tägliches Vertrauen –, bei ihr einfach nebeneinander existieren. Und was passiert, wenn man aufhört zu warten, bis der Zweifel verschwindet, bevor man anfängt.
Eine Nachricht nach vielen Jahren
Marieke und ich kennen uns aus der Kindheit, dieselbe Schule, dann jahrelang kein Kontakt. Bis ein gemeinsamer Freund ihr erzählte, was ich inzwischen mache. Sie hat sich das angeschaut. Und etwas in ihr hat sofort reagiert: Da gibt es noch jemanden, der ein bisschen so tickt wie ich.
Feinfühlig, mit einem Zugang zu mehr als nur der physischen Welt – etwas, das für sie früher einfach nicht sein durfte.
Der Verstand, der immer alles geregelt hat
Marieke beschreibt sich selbst so: Jemand, der sehr lange gelernt hat, alles über den Kopf zu regeln. Und das hat gut funktioniert. Wirklich gut. Bis es das irgendwann nicht mehr tat.
Der Einstieg kam über den Kurs im Heilen als Self-Study – aus einem ganz pragmatischen Grund. Für die Live-Termine hatte sie keine Zeit. Videos im eigenen Tempo, dazu eine Austauschgruppe, in der man Fragen stellen und Erfolge teilen kann: Genau das brauchte sie, um überhaupt loszulegen.
Und dann testet sie. Vor der Arbeit fragt sie sich: Brauche ich noch etwas für mich? Manchmal ist die Antwort banal – noch etwas trinken, das Fenster öffnen. Manchmal ist es eine Runde tanzen. Klein, alltäglich, fast unspektakulär. Genau das war für sie der Punkt: Sie musste keinen Sphärenkontakt herstellen. Sie musste nur wieder anfangen, sich selbst zuzuhören.
Wenn im Job einfach nichts flutscht
Der Moment, der mich am meisten berührt hat: Ein Kind in Mariekes Praxis, sehr umtriebig, reagierte schwer auf ein Nein. Im Team hatte niemand eine Idee, was helfen könnte.
Marieke nahm sich einen Moment, um das Kind wirklich wahrzunehmen – nicht nur zu beobachten, sondern zu spüren, was dahinterliegt. Was sie fand: ein Kind, das viel sensibler war, als es die Situation von außen zeigte.
Sie hat eine ruhige Playlist zusammengestellt. Feine Materialien, Glitzer, ein paar Blumen auf dem Tisch. Eine komplett andere Umgebung. Und seitdem, sagt Marieke, läuft es. „Magisch“ nennt sie es selbst.
Die tägliche Standortbestimmung
Was Marieke inzwischen jeden Tag macht, nennt sie ihre Parameter: drei Werte, die ihr im Leben besonders wichtig sind – bei ihr Verbindung, Lebendigkeit und Freiheit. Sie stellt sie sich wie Säulen vor, mit einem roten, orangenen und grünen Bereich. Und testet: Wo stehe ich gerade?
Früher war sie bei keinem ihrer Werte im grünen Bereich. Heute ist sie es fast durchgehend. Und das Spürbarste daran: Ihre ganze Familie merkt, wenn es ihr gut geht. Sogar ihre elfjährige Tochter testet inzwischen im Alltag mit dem Armlängentest – ob sie bei Regen die Schuhe auszieht oder nicht.
Was das für dich bedeuten kann
Das Bemerkenswerte an Mariekes Geschichte ist nicht, dass sie ihre Skepsis überwunden hat. Sie hat es nicht. Sie lebt einfach mit ihr weiter – und testet trotzdem, spürt trotzdem, vertraut trotzdem ein Stückchen mehr.
Eine Frage zum Mitnehmen:
Wo in deinem Alltag würdest du gerne öfter testen, statt nur zu grübeln – auch wenn ein Teil von dir dabei skeptisch bleibt?
Falls du selbst anfangen willst, dein eigenes Vertrauen in deine Wahrnehmung zu stärken: Im Heilungskompass zeige ich dir die ersten einfachen Werkzeuge dafür – kostenlos, ganz ohne Vorwissen.
Marieke hat den Kurs im Heilen als Self-Study durchlaufen – falls du wissen willst, was das genau ist: Ich begleite genau das im Kurs im Heilen.
Hör dir die ganze Folge mit Marieke in meinem Podcast an.
Die Inhalte dieses Blogs dienen der persönlichen Inspiration und Bildung und ersetzen keine medizinische, heilkundliche oder psychologische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder eine andere qualifizierte Fachperson.

